Gestern hatte ich Gelegenheit, bei meiner Coaching-Kollegin Julia Heße (www.auftrittsräume.de) als Testklientin ein Coaching in Verbindung mit einer Klopftechnik auszuprobieren. Julia bildet sich in diesem Verfahren derzeit weiter und ich hatte bisher noch keine Berührungspunkte mit diesem Verfahren – so war es am Ende eine Win-Win Situation für uns beide.

Im Grünen an der frischen Luft bei Sonnenschein und natürlich mit ausreichend Abstand gab Julia mir ein paar Informationen zum Vorgehen und Rahmen des Coachings. Dann legten wir los: Während ich mein Anliegen platzierte, klopften wir bereits mit einem Finger verschiedene Punkte am Körper, die als Energiepunkte gelten oder die auf Meridianen liegen. Julia als mein Coach saß mir gegenüber und machte mir die Klopfbewegungen vor, so dass ich sehr leicht folgen konnte. Das Gespräch entwickelte sich wie von selbst und wir klopften an den Händen, neben dem Schlüsselbein, über dem Brustbein, an der Stirn, unter der Nase und am Kinn.

Wenn wir einen Themenbereich oder eine Fragestellung soweit entwickelt hatten, dass sich eine neue Erkenntnis ergeben hatte, formulierten wir gemeinsam einen “Kraftsatz”. Dieser wurde wie eine Art Mantra mehrfach wiederholt und über erneutes Klopfen auf der Linie “Stirn-Nase-Kinn-Brustbein” gefestigt und mit einem symbolischen “High-Five in die Luft” und der Aussage “…und dazu stehe ich” abgeschlossen.

Es war meine erste Begegnung mit der Klopftechnik und ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht war. Die durchgängigen Bewegungen tragen den Klienten zusätzlich durch das Coaching und aktivieren den Gedankenfluss. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Technik z.B. Klienten dabei unterstützen kann, eine gedankliche Barriere zu überwinden, ein “Gedankenkarusell zu verlassen” oder Vertrauen zum Coachingprozess zu fassen, weil sie durch das Klopfen ihren Fokus verlagern.

Darüber hinaus hatte ich den Eindruck, dass die im Coaching erarbeiteten Inhalte durch das Klopfen eine direkte Anbindung an den Körper erhalten und sich so möglicherweise nachhaltiger verankern oder im Nachhinein leichter abgerufen werden können. In Verbindung mit den im Coaching formulierten Thesen war für mich sehr gut spürbar, welche These stimmig ist und welche umformuliert werden muss, damit sie mich weiter bringt und zu mir passt. Von Julia habe ich zusätzlich erfahren, dass sich die Klopftechnik sehr gut als Mittel zur Stressregulation im Alltag eignet und vom Klienten in Eigenregie eingesetzt werden kann. Klopfen kann also auch Hilfe zur Selbsthilfe sein. Klienten können das Klopfen z.B. als Tool in der Zeit zwischen zwei Coachings nutzen, wenn sie vorher eine Anleitung von ihrem ausgebildeten Coach oder Therapeuten bekommen haben.

Als Anwendungsbereiche kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die Klopftechnik im Personal Coaching, in der Therapie aber auch im Business-Kontext gewinnbringend eingesetzt werden kann und bin gespannt, zu verfolgen, wie Julia es in ihrer Arbeit als Auftrittscoach einsetzen wird! Danke, Julia!

Wer mehr erfahren möchte, dem empfehle ich Julias Blogbeitrag zum Thema Embodiment.

Die Premiere unseres Workshops “Zweifel-Verunsicherung-Selbstgewissheit – Selbsterfahrung für Hochbegabte” im Februar diesen Jahres liegt nun schon eine Weile zurück und hat für viele erfreuliche Rückmeldungen der Teilnehmer gesorgt. Meine Kollegin Dorothea Schlegel-Hentrich und ich waren sehr positiv davon überrascht, wie eng die Gruppe im Rahmen des zweitägigen Workshops zusammengerückt ist. So scheint es gelungen zu sein, dass jeder einzelne in der Gruppe einen oder mehrere Resonanzgeber gefunden hat, die für Hochbegabte häufig so schwer zu finden, jedoch von so essentieller Bedeutung sind. Für jeden war über das Wochenende daher ein kleiner oder größerer Schritt der persönlichen Weiterentwicklung möglich, es wurden neue Anknüpfungspunkte identifiziert oder ein Perspektivenwechsel zum persönlichen Anliegen vollzogen.

Da uns der Workshop im Februar in unserer Annahme bestätigt hat, dass das Format und die Inhalte des Workshops sehr hilfreich und wegweisend für hochbegabte Erwachsene sein können, haben wir unsere Erfahrungen aus dem Wochenende und das Feedback der Teilnehmer aufgegriffen, gebündelt und den Workshop inhaltlich und strukturell weiter entwickelt. Der nächste Termin für “Zweifel-Verunsicherung-Selbstgewissheit – Selbsterfahrung für Hochbegabte” ist der 13. und 14. Juni 2020 in Oberursel. Wir sind froh, dass die Räumlichkeiten mehr als genug Platz bieten, um die Abstandsregeln in Zeiten von Corona entspannt einhalten zu können.

Alle Informationen zum Workshop und zur Anmeldung sind hier zu finden. Es sind noch Plätze frei! Gerne weitersagen!
Alle Teilnehmerstimmen können hier nachgelesen werden.

Nach langer Blogpause melde ich mich trotz Corona-Ausnahmezustand an dieser Stelle zurück. In der seit Mitte März andauernden Situation habe auch ich mich vorrangig um meine Kinder gekümmert, die betreut und beschult werden wollen. Das nimmt viel Raum ein und das ist auch gut so. So anstrengend und gegen meinen ursprünglichen Jahresplan es manchmal auch ist – ich habe mich entschieden, die aktuelle Lage so gut es geht als “geschenkte Kinderzeit” zu betrachten (Reframing seid Dank :)) und einfach das beste draus zu machen, auch wenn “meine eigenen Themen” häufig zu kurz kommen.

Nachdem es ein wenig gedauert hat, bis sich alle in der neuen Situation “zurechtgeruckelt” hatten, läuft es mit den üblichen Höhen und Tiefen eigentlich ganz gut. Von Zeit zu Zeit habe ich sogar einen Augenblick Luft, etwas zu bewegen oder inhaltlich voran zu bringen. Umsomehr habe ich mich gefreut, als die Anfrage meiner Coaching-Kollegin Monika Stepan bei mir aufschlug, in der sie mich fragte, ob ich mich für ein Interview zu ihrer Podcast-Reihe zur Verfügung stellen würde.

Mit ausreichend Sicherheitsabstand von 2 Metern und der entsprechenden Technik haben wir das dann relativ spontan auf die Beine gestellt. Mona hat mich zu meiner Tätigkeit als Coach, den Schwerpunkten meiner Arbeit zur Entstehung des Namens Wurzelgrün und zu meinem Weg als Coach befragt. Es hat unheimlich viel Spaß gemacht! Diese Podcast-Reihe ist eine super Idee finde ich und es lohnt sich, auch bei den anderen Folgen rein zu hören. Danke, liebe Mona!

Das Audio-Ergebnis Podcast #3: Anja Fritschi im Interview findet ihr hier.